Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage im Grünen

Wie viel kWp Sie b⁠r⁠a⁠u⁠c⁠h⁠e⁠n

Das Wichtigste

Die G⁠r⁠u⁠n⁠d⁠l⁠a⁠g⁠e⁠n kurz g⁠e⁠f⁠a⁠s⁠s⁠t

• Angegeben wird die Leistung einer Solaranlage in Kilowatt peak (kWp), also in der Spitzenleistung der Module.

• Ausgangswert ist Ihr Jahresverbrauch, ergänzt um künftige Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto.

• Ein kWp braucht rund 5 bis 7 m² Dachfläche und erzeugt im Norden bis zu 875 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

• Wer die Dachfläche vollständig belegt, nutzt Planung, Gerüst und Anmeldung am wirtschaftlichsten. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch von rund 30 % auf bis zu 70 %.

Richtwerte

R⁠i⁠c⁠h⁠t⁠w⁠e⁠r⁠t⁠e für die P⁠l⁠a⁠n⁠u⁠n⁠g

Sämtliche Werte sind gerundet.

bis 875 kWh

Jahresertrag je kWp im Norden

6 m²

Dachfläche pro kWp im Durchschnitt, rund 5 bis 7 m²

2.700 kWh

braucht ein E-Auto bei 15.000 km pro Jahr

4.500 kWh

braucht eine Wärmepumpe pro Jahr

Erster Schritt

Den V⁠e⁠r⁠b⁠r⁠a⁠u⁠c⁠h e⁠r⁠m⁠i⁠t⁠t⁠e⁠l⁠n

Entscheidend ist Ihr Strombedarf heute und in zehn Jahren. Ihren aktuellen Jahresverbrauch nennt die letzte Stromrechnung, dazu addieren Sie ein geplantes E-Auto oder eine Wärmepumpe.

Genauso zählt, zu welcher Tageszeit Sie Strom verbrauchen. Die Grundlast von Kühlschrank, Heizungspumpe, Router und Geräten im Standby deckt die Solaranlage tagsüber unmittelbar. Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner legen Sie in die Stunden mit hohem Ertrag, entweder von Hand oder über einen Energiemanager, der die Geräte abhängig vom Solarertrag einschaltet. Eine gute Simulation berücksichtigt genau diese Lastverschiebung.

Zweiter Schritt

Die n⁠u⁠t⁠z⁠b⁠a⁠r⁠e D⁠a⁠c⁠h⁠f⁠l⁠ä⁠c⁠h⁠e

Laut Fraunhofer-Institut kommen aktuelle Module auf einen Wirkungsgrad von knapp 23 Prozent, also rund 230 Watt pro Quadratmeter. Für zehn Module à 400 Watt sind rund 18 Quadratmeter nötig. Diese 4 kWp erzeugen im Norden bis zu 3.500 kWh jährlich und decken damit den Verbrauch eines Zweipersonenhaushalts.

Dachfenster, Gauben, Schornsteine und die Abstände zu First und Traufe, also zur oberen und unteren Dachkante, berücksichtigen wir bereits in der ersten Planung. Auf diese Weise belegen wir jede ertragsstarke Teilfläche. Wie viele Module genau passen, ermitteln wir bei einem Termin vor Ort oder per Luftbild.

Klinkerhaus mit Solaranlage und Doppelgarage

Dritter Schritt

A⁠u⁠s⁠r⁠i⁠c⁠h⁠t⁠u⁠n⁠g und D⁠a⁠c⁠h⁠n⁠e⁠i⁠g⁠u⁠n⁠g

Welchen Ertrag jede Himmelsrichtung bringt, erklärt unser Ratgeber zur Dachausrichtung.

Dach nach Süden

Höchster Jahresertrag. Als ideal nennt die Verbraucherzentrale rund 30 Grad Neigung, doch auch bei flacherer oder steilerer Neigung erreicht die Anlage sehr gute Erträge.

Dach nach Ost und West

Gleichmäßige Erzeugung vom Morgen bis in den späten Nachmittag. Dadurch steigt der Eigenverbrauch.

F⁠l⁠a⁠c⁠h⁠d⁠a⁠c⁠h mit G⁠e⁠s⁠t⁠e⁠l⁠l⁠e⁠n

Wir setzen die Module schräg auf Gestelle, das nennt man Aufständerung, häufig mit Ausrichtung nach Ost und West. Statik und Windlast prüfen wir im Vorfeld.

Dach nach N⁠o⁠r⁠d⁠e⁠n

Nordflächen mit geringer Neigung lassen sich gut nutzen, idealerweise zusammen mit der Ost- oder Westseite. Ob sich diese Flächen bei Ihnen lohnen, zeigt die Simulation.

Beispielrechnung

Drei H⁠a⁠u⁠s⁠h⁠a⁠l⁠t⁠e im V⁠e⁠r⁠g⁠l⁠e⁠i⁠c⁠h

Wir gehen von rund 875 kWh Ertrag je kWp aus, von einem Familienhaushalt mit 4.500 kWh sowie von einem E-Auto mit 2.700 kWh und einer Wärmepumpe mit 4.500 kWh pro Jahr. Ermittelt wird jeweils die Leistung, die rechnerisch den Jahresverbrauch erzeugt.

Die Rechnung ist absichtlich einfach gehalten. Wie Wärmepumpe und Solaranlage in Ihrem Haus zusammenwirken, zeigt Ihre persönliche Simulation.

H⁠a⁠u⁠s⁠h⁠a⁠l⁠t einer F⁠a⁠m⁠i⁠l⁠i⁠e

• Jahresverbrauch 4.500 kWh

• 4.500 kWh ÷ 875 kWh je kWp = 5,1 kWp

• rund 26 bis 36 m² Dachfläche

rechnerisch etwa 5 kWp

Mit E-Auto

• Jahresverbrauch 4.500 + 2.700 = 7.200 kWh

• 7.200 kWh ÷ 875 kWh je kWp = 8,2 kWp

• rund 41 bis 58 m² Dachfläche

rechnerisch etwa 8 kWp

Mit E-Auto und W⁠ä⁠r⁠m⁠e⁠p⁠u⁠m⁠p⁠e

• Jahresverbrauch 7.200 + 4.500 = 11.700 kWh

• 11.700 kWh ÷ 875 kWh je kWp = 13,4 kWp

• rund 67 bis 94 m² Dachfläche

rechnerisch etwa 13 kWp

Unverbindliches Rechenbeispiel auf Grundlage marktüblicher Annahmen, ohne Preisangabe. Ihr Ergebnis richtet sich nach Dach, Verbrauch und Strompreis. Verbindlich ist allein Ihr Festpreisangebot.

Rechnerische Größe

5 kWp

Haushalt einer Familie

8 kWp

Mit E-Auto

13 kWp

Mit E-Auto und Wärmepumpe

Vierter Schritt

K⁠ü⁠n⁠f⁠t⁠i⁠g⁠e⁠n B⁠e⁠d⁠a⁠r⁠f e⁠i⁠n⁠p⁠l⁠a⁠n⁠e⁠n

Steht in den kommenden Jahren ein E-Auto oder eine Wärmepumpe an, nehmen Sie beide am besten schon jetzt in die Planung auf. Eine passend ausgelegte Anlage benötigt Gerüst, Planung und Netzanmeldung nur ein einziges Mal und deckt den späteren Bedarf ab dem ersten Tag.

Mit einer eigenen Wallbox laden Sie Ihr E-Auto mit 11 kW und Solarstrom und zahlen bis zu 55 % weniger als an der öffentlichen Ladesäule. Für Heizung und Warmwasser nutzt die Wärmepumpe ebenfalls Solarstrom, die Solaranlage deckt bis zu 40 % des Strombedarfs von Haushalt und Wärmepumpe. Das Zusammenspiel beider erklärt der Ratgeber Wärmepumpe und Solaranlage.

Wärmepumpe im Garten eines Einfamilienhauses

Schwellenwerte

G⁠r⁠e⁠n⁠z⁠e⁠n für S⁠t⁠e⁠u⁠e⁠r und T⁠e⁠c⁠h⁠n⁠i⁠k

An diesen Grenzwerten hängen Steuer, Vergütung und technische Pflichten.

30 kWp je W⁠o⁠h⁠n⁠e⁠i⁠n⁠h⁠e⁠i⁠t

Bis zu dieser Leistung sind die Erträge gemäß § 3 Nummer 72 Einkommensteuergesetz von der Steuer befreit.

10 kWp

Für die ersten 10 kWp einer Anlage gilt der höchste Satz der Einspeisevergütung je kWh.

7 kWp

Oberhalb von 7 kWp ist ein Smart Meter vorgeschrieben. Dieser digitale Zähler erfasst Verbrauch und Einspeisung im Viertelstundentakt. Den Einbau koordinieren wir für Sie.

Volle E⁠i⁠n⁠s⁠p⁠e⁠i⁠s⁠u⁠n⁠g

Ist ein Smart Meter mit Steuerbox installiert, darf Ihre Anlage mit voller Leistung einspeisen. Strom, der in Haushalt, Speicher oder E-Auto fließt, wird dabei nicht als Einspeisung gezählt.

50 % des Dachs

So viel Dachfläche schreibt die Solarpflicht in Niedersachsen gemäß § 32a NBauO bei Neubauten und grundlegender Dachsanierung ab 50 m² Fläche vor.

Varianten

K⁠l⁠e⁠i⁠n⁠e oder große A⁠n⁠l⁠a⁠g⁠e

Kleine Anlagen kommen auf eine hohe Eigenverbrauchsquote. Anlagen auf vollständig belegten Dächern erzielen über die Laufzeit in der Regel den höheren Gesamtertrag. Welche Lösung für Sie wirtschaftlicher ist, zeigt die Simulation.

K⁠o⁠m⁠p⁠a⁠k⁠t⁠e A⁠n⁠l⁠a⁠g⁠e

Passend für kleine Dachflächen und niedrigen Verbrauch. Der Eigenverbrauchsanteil ist hoch, und jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom zu oft über 35 Cent.

Voll b⁠e⁠l⁠e⁠g⁠t⁠e⁠s Dach

Der Aufwand für Planung, Gerüst und Anmeldung bleibt gleich, der Ertrag wächst. Weil diese Posten nur einmal anfallen, ist die voll belegte Dachfläche meist die wirtschaftlichere Wahl.

Mit S⁠p⁠e⁠i⁠c⁠h⁠e⁠r

Erhöht den Eigenverbrauch von rund 30 % auf bis zu 70 % und verbessert so vor allem die Wirtschaftlichkeit großer Anlagen. Details im Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher.

Mit E⁠l⁠e⁠k⁠t⁠r⁠o⁠a⁠u⁠t⁠o

Per Überschussladen fließt der zusätzliche Ertrag großer Anlagen direkt in Ihr E-Auto. Gegenüber der öffentlichen Ladesäule laden Sie so bis zu 55 % günstiger.

EEG-Reform

E⁠i⁠n⁠s⁠p⁠e⁠i⁠s⁠u⁠n⁠g ab 2027

Laut Regierungsentwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll für neue Anlagen ab 2027 die feste Einspeisevergütung wegfallen. Der Eigenverbrauch wird damit noch wichtiger für die Wirtschaftlichkeit. Stand Mitte Oktober 2026 berät der Gesetzgeber noch über Einzelheiten.

Wer seine Anlage bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, soll die bisherigen Bedingungen behalten. Neue Anlagen sollten auf den Eigenverbrauch ausgelegt werden. Besonders mit Speicher, E-Auto oder Wärmepumpe lohnt sich dann eine voll belegte Dachfläche.

Unser Vorgehen

Vier S⁠c⁠h⁠r⁠i⁠t⁠t⁠e zur p⁠a⁠s⁠s⁠e⁠n⁠d⁠e⁠n Gröẞe

Ehe wir Ihre Solaranlage auslegen, simulieren wir Ertrag und Wirtschaftlichkeit.

01

B⁠e⁠d⁠a⁠r⁠f a⁠u⁠f⁠n⁠e⁠h⁠m⁠e⁠n

Wir erfassen Ihren aktuellen Verbrauch und Ihre Vorhaben rund um E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher.

02

D⁠a⁠c⁠h⁠f⁠l⁠ä⁠c⁠h⁠e p⁠r⁠ü⁠f⁠e⁠n

Per Luftbild oder bei einem Termin vor Ort ermitteln wir, wie viele Module tatsächlich auf Ihr Dach passen.

03

G⁠r⁠ö⁠ẞ⁠e⁠n v⁠e⁠r⁠g⁠l⁠e⁠i⁠c⁠h⁠e⁠n

Mehrere Anlagengrößen spielen wir mit Ihrem Verbrauchsprofil durch, also mit dem Tagesverlauf Ihres Stromverbrauchs.

04

B⁠e⁠r⁠i⁠c⁠h⁠t e⁠r⁠h⁠a⁠l⁠t⁠e⁠n

Für jede Variante Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit, schriftlich und Schritt für Schritt nachvollziehbar.

Fragen und Antworten

A⁠n⁠t⁠w⁠o⁠r⁠t⁠e⁠n auf h⁠ä⁠u⁠f⁠i⁠g⁠e F⁠r⁠a⁠g⁠e⁠n

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W⁠e⁠i⁠t⁠e⁠r⁠e R⁠a⁠t⁠g⁠e⁠b⁠e⁠r

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Die beste D⁠a⁠c⁠h⁠a⁠u⁠s⁠r⁠i⁠c⁠h⁠t⁠u⁠n⁠g

Süd, Ost-West, Flachdach oder Verschattung und welchen Einfluss das auf Ihren Ertrag hat.

Gröẞe für Ihr Haus b⁠e⁠r⁠e⁠c⁠h⁠n⁠e⁠n

Wir simulieren verschiedene Anlagengrößen mit Ihrem Verbrauch und Ihrer Dachfläche in Hannover oder Niedersachsen. Im schriftlichen Bericht sehen Sie, welche Variante sich für Sie am meisten lohnt. Am Anfang steht ein kurzes Gespräch.