Mit der passenden Technik versorgen Solaranlage und Speicher Ihr Haus weiter, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Dieser Ratgeber erklärt Notstrom, Ersatzstrom und Schwarzstart und zeigt, wie PV Energy Concept die Absicherung für Ihr Haus in Hannover und Niedersachsen plant.

Ersatzstrom bei Netzausfall
Kurz erklärt
Die Fakten im Überblick
• Ein ersatzstromfähiges System hält Ihr Haus auch bei Netzausfall mit Solarstrom am Laufen.
• Notstrom speist einzelne Steckdosen. Ersatzstrom übernimmt das Hausnetz oder ausgewählte Stromkreise automatisch.
• Ein voll geladener Speicher mit 10 Kilowattstunden (kWh) deckt die Grundversorgung im Beispiel bis zu 40 Stunden.
• Netzausfälle kommen selten vor. Wir dimensionieren die Reserve deshalb so, dass der größte Teil der Kapazität im Alltag den Eigenverbrauch steigert.
In Zahlen
Ausfälle sind selten und kurz
Die Ausfalldauer veröffentlicht die Bundesnetzagentur, die Laufzeit stammt aus unserer Beispielrechnung. Sämtliche Werte sind gerundet.
12 Min.
ungeplante Unterbrechung je Verbraucher im Jahr 2024
Sekunden
dauert das Umschalten auf Ersatzstrom
bis zu 40 Std.
Grundversorgung mit 10 kWh Speicher
Hintergrund
Getrennt vom Netz, versorgt im Haus
Fällt das Netz aus, trennt sich jede Solaranlage selbsttätig davon. Dieser Netz- und Anlagenschutz schützt die Monteure, die an den Leitungen arbeiten.
Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für Ihr Haus um und orientiert sich dabei an der Frequenz des öffentlichen Netzes. Bleibt diese Frequenz aus, bildet ein ersatzstromfähiger Wechselrichter zusammen mit dem Speicher ein eigenes Hausnetz und versorgt Sie weiter.
Drei Stufen
Drei Stufen der Absicherung
Für Einfamilienhäuser stehen drei Stufen zur Wahl, die passende legen wir gemeinsam fest. Der Netzanschluss Ihres Hauses bleibt in jedem Fall bestehen.
Notstrom
Fällt das Netz aus, schalten Sie eine Notstromsteckdose auf den Speicher um, in der Regel manuell. Daran laufen einzelne Geräte wie Router, Kühlschrank oder Beleuchtung.
Ersatzstrom
Ein automatischer Umschalter trennt das Haus vom Netz, und nach wenigen Sekunden übernimmt der Speicher. Bei Tageslicht lädt die Solaranlage ihn weiter auf.
Neustart
Ein schwarzstartfähiges System baut das Hausnetz eigenständig auf. Ist der Speicher entladen, fährt es am nächsten Morgen mit Solarstrom wieder hoch. Damit sind auch längere Ausfälle abgedeckt.
Ersatzstrom
Eine Phase oder drei Phasen
Ersatzstrom setzt zwei Komponenten voraus. Zum einen einen ersatzstromfähigen Wechselrichter, in der Regel einen Hybridwechselrichter, der Solaranlage und Stromspeicher zusammen regelt. Zum anderen eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank.
Einphasige Systeme versorgen Beleuchtung, Steckdosen und Heizungssteuerung. Dreiphasige Systeme versorgen außerdem Herd, Wärmepumpe und Wallbox. Das Umschalten dauert wenige Sekunden. Rechner und Server ohne eigenen Akku sichert zusätzlich eine USV ab, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Checkliste
Sechs Fragen vor dem Kauf
Ersatzstrom möglich?
Wechselrichter und Speicher müssen für den Ersatzstrombetrieb ausgelegt und entsprechend installiert sein.
Wie viele Phasen?
Für Beleuchtung und Steckdosen genügt eine Phase. Herd oder Wärmepumpe benötigen alle drei.
Neustart möglich?
Ein schwarzstartfähiges System fährt mit Solarstrom wieder hoch, auch nachdem der Speicher leer war.
Reserve einstellbar?
Viele Systeme reservieren auf Wunsch einen Teil der Kapazität für Netzausfälle.
Welche Stromkreise?
Bestimmen Sie vorab, was bei einem Ausfall versorgt wird, zum Beispiel Heizung, Kühlgeräte, Router und die Hebeanlage im Keller.
Nachrüstbar?
Eine Notstromsteckdose ist häufig nachrüstbar. Vollwertiger Ersatzstrom kommt meist gemeinsam mit einem neuen Speicher oder Wechselrichter.
Beispielrechnung
Laufzeit eines 10 kWh Speichers
Ausgangspunkt ist ein voll geladener Speicher mit 10 kWh nutzbarer Kapazität. Die Laufzeit berechnet sich, indem man die Kapazität durch die mittlere Leistung der versorgten Geräte in Kilowatt (kW) teilt.
Die Rechnung ist vereinfacht. Die tatsächliche Laufzeit hängt von den Geräten, der Jahreszeit und dem Ladestand zum Zeitpunkt des Ausfalls ab.
Basisbedarf
• Kühlgeräte, Router, Beleuchtung, Heizungssteuerung
• mittlere Leistung 250 Watt (Annahme)
• 10 kWh ÷ 0,25 kW = 40 Stunden
Laufzeit bis zu 40 Stunden
Ganzes Haus
• Jahresverbrauch des Haushalts 4.500 kWh
• 4.500 kWh ÷ 8.760 Stunden = rund 0,5 kW
• 10 kWh ÷ 0,5 kW = 20 Stunden
Laufzeit bis zu 20 Stunden, bei Tageslicht lädt die Solaranlage nach
Mit Wärmepumpe
• Haushalt im Mittel 0,5 kW
• zusätzlich 2 kW für die Wärmepumpe (Annahme)
• 10 kWh ÷ 2,5 kW = 4 Stunden
die Heizung läuft einige Stunden, die Grundversorgung erheblich länger
Unverbindliche Beispielrechnung auf Basis marktüblicher Annahmen, ohne Preisangabe. Ihr Ergebnis hängt von Dach, Verbrauch und Strompreis ab. Verbindlich ist allein Ihr Festpreisangebot.
Ergebnis
bis zu 40 Std.
Grundversorgung
bis zu 20 Std.
Versorgung des ganzen Hauses
Stunden
Wärmepumpe im Winter
Gut geplant
Versorgung im Ernstfall
Örtliche Netzausfälle dauern in der Regel Minuten bis wenige Stunden, und für diese Fälle ist Ersatzstrom gedacht. Solaranlage und Speicher halten dann die wichtigsten Geräte in Betrieb, bei Tageslicht lädt die Anlage den Speicher wieder auf.
Sind Sie zu Hause auf strombetriebene Medizintechnik angewiesen? In diesem Fall planen wir besonders sorgfältig, ergänzen eine separate unterbrechungsfreie Stromversorgung und raten zu einem Notfallplan mit Ihrem Arzt oder Versorgungsdienst.
Reserve planen
Reserve oder mehr Kapazität?
Mit beiden Varianten wird Ihr Haus unabhängiger vom Netz. Welche sich für Sie eignet, ermittelt unsere Simulation anhand Ihres tatsächlichen Verbrauchs.
Reserve im Speicher
Ein Teil der Kapazität, zum Beispiel 3 von 10 kWh, bleibt für Netzausfälle reserviert. Die übrige Kapazität erhöht im Alltag Ihren Eigenverbrauch, und die wichtigsten Geräte sind trotzdem viele Stunden abgesichert.
Mehr Kapazität
Ein größerer Speicher deckt Alltag und Notfall gleichzeitig ab. Bei hohem Verbrauch, etwa mit Wärmepumpe oder E-Auto, lohnt sich das besonders, weil Ihr Eigenverbrauch dann auf bis zu 70 % steigt.
Reserve anpassen
Viele Systeme erlauben eine saisonale Anpassung der Reserve. Im Winter wird mehr zurückgehalten, im Sommer weniger, da die Solaranlage den Speicher dann zügig wieder füllt.
Im Notfall
bis zu 12 Std.
Grundversorgung aus 3 kWh Reserve, laut Beispiel
3 Phasen
auf Wunsch versorgt, auch Herd und Wärmepumpe
Planung
Ersatzstrom direkt einplanen
Am wenigsten Aufwand macht Ersatzstrom, wenn er Teil der ersten Planung ist. Wechselrichter und Speicher wählen wir dann passend aus, bestimmen die versorgten Stromkreise und berücksichtigen die Umschalteinrichtung direkt im Zählerschrank.
Auch vorhandene Anlagen lassen sich nachrüsten, am einfachsten im Zuge eines neuen Speichers oder Wechselrichters. Wann sich ein Speicher für Sie rechnet, erklärt unser Ratgeber zum Stromspeicher.

Ablauf
So planen wir Ihre Absicherung
Für Solaranlagen mit Speicher ist Ersatzstrom bei uns ein fester Bestandteil der Planung.
01
Bedarf klären
Gemeinsam legen wir fest, welche Geräte bei einem Ausfall versorgt werden und welches Maß an Absicherung Sie wünschen.
02
Simulation
Vor dem Angebot simulieren wir Ertrag und Wirtschaftlichkeit. Ihr Einsparpotenzial erhalten Sie als schriftlichen Bericht.
03
Technik wählen
Wir stellen Hybridwechselrichter und Speicher mit geeigneter Ersatzstromfunktion zusammen, einphasig oder dreiphasig.
04
Montage
Festangestellte Monteure und Elektriker der PV Energy Group installieren Anlage, Speicher und Umschalteinrichtung.
05
Überwachung
Erzeugung, Verbrauch und Ladestand sehen Sie live in der App, je nach Paket ergänzt durch unsere Fernüberwachung.
Häufige Fragen
Fragen zu Notstrom und Ersatzstrom
Absicherung für Ihr Haus
Wir prüfen, ob Notstrom oder Ersatzstrom für Ihr Haus sinnvoller ist, und machen Ihnen dazu ein Festpreisangebot. Ihre Beratung können Sie bequem online anfragen.
