In den meisten Haushalten ja. Dieser Ratgeber zeigt Kapazität, Lebensdauer und Ersparnis eines Batteriespeichers nachvollziehbar gerechnet, mit einem Beispiel für ein Einfamilienhaus im Norden.

Rechnet sich ein Speicher?
Kurz erklärt
Die Fakten im Überblick
• Ohne Speicher decken Sie rund 30 bis 35 Prozent Ihres Verbrauchs mit Solarstrom, mit Speicher bis zu 70 Prozent.
• Die Verbraucherzentrale empfiehlt als Faustregel rund 1,5 Kilowattstunden (kWh) Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
• Aktuelle Speicher mit LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) halten viele tausend Ladezyklen aus. Für Anlage und Speicher fallen 0 % Umsatzsteuer an.
• Im Rechenbeispiel senkt ein Speicher mit 7 kWh die Stromkosten um bis zu 70 % statt 35 % ohne Batterie, das entspricht bis zu 1.170 € pro Jahr. In der Regel hat er sich lange vor Ende seiner Lebensdauer bezahlt gemacht.
Auf einen Blick
Mehr Solarstrom nutzen, weniger zahlen
Sämtliche Werte sind gerundet.
bis 70 %
des Verbrauchs mit Solarstrom gedeckt
bis zu 1.170 €
jährlich gesparte Stromkosten, Beispiel mit 7 kWh
0 %
Umsatzsteuer beim Kauf des Speichers
10+ Jahre
Lebensdauer eines Batteriespeichers
So funktioniert es
Bis zu 70 % selbst verbraucht
Ohne Batterie verbrauchen Sie rund 30 % Ihres Solarstroms selbst, mit Speicher bis zu 70 %. Der Speicher lädt mit jedem Überschuss Ihrer Solaranlage und gibt den Strom wieder ab, sobald Sie ihn benötigen. Ihr Solarstrom ersetzt damit Netzstrom für oft über 35 Cent, anstatt für derzeit bis zu 7,7 Cent eingespeist zu werden.
Der Eigenverbrauch beschreibt den Anteil Ihres Solarstroms, den Sie im Haus selbst nutzen. Mit Speicher wächst er von rund 30 Prozent auf bis zu 70 Prozent. Sie beziehen weniger Netzstrom und sind besser gegen steigende Strompreise abgesichert. Brauchen Sie mehr, als Anlage und Speicher liefern, kommt der Rest automatisch aus dem Netz.

Richtig bemessen
Die passende Kapazität
Ausschlaggebend ist Ihr Verbrauch. Die Verbraucherzentrale rät zu etwa 1,5 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, abgestimmt auf die Leistung Ihrer Anlage in Kilowatt peak (kWp), der Spitzenleistung der Module. Bei 4.500 kWh Jahresverbrauch ergibt das rund 7 kWh.
Ein gut dimensionierter Speicher wird an vielen Tagen vollständig geladen und entladen, sodass jede Kilowattstunde Kapazität wirtschaftlich genutzt wird. Größer darf er ausfallen, wenn E-Auto, Wärmepumpe oder ein dynamischer Stromtarif hinzukommen. Welche Leistung die Solaranlage selbst haben sollte, erklärt unser Ratgeber zur Anlagengröße.
Auf einen Blick
Speicher verdoppelt die Einsparung
Ein Haushalt mit 4.500 kWh zahlt für Netzstrom rund 1.665 € pro Jahr. Mit Solaranlage sinkt der Betrag auf 1.085 €, mit zusätzlichem 7-kWh-Speicher auf 495 €.

Beispielrechnung
Ersparnis mit und ohne Speicher
Grundlage sind ein Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch und eine Anlage mit 6 kWp, die im Norden rund 5.250 kWh pro Jahr erzeugt. Ohne Speicher werden 30 Prozent des Solarstroms im Haus verbraucht, mit 7-kWh-Speicher 60 Prozent. Jede selbst genutzte kWh ersetzt Netzstrom für oft über 35 Cent, und für den Überschuss gibt es in beiden Fällen Einspeisevergütung.
Ohne Speicher
• Jahresverbrauch rund 4.500 kWh
• Eigenverbrauch rund 30 %
• 1.575 kWh Solarstrom ersetzen Netzstrom
• rund 35 % des Bedarfs mit Solarstrom gedeckt
bis zu 35 % geringere Stromkosten, im Beispiel 580 € pro Jahr
Mit Speicher
• Jahresverbrauch rund 4.500 kWh
• Eigenverbrauch rund 60 %
• 3.150 kWh Solarstrom ersetzen Netzstrom
• rund 70 % des Bedarfs mit Solarstrom gedeckt
bis zu 70 % geringere Stromkosten, im Beispiel 1.170 € pro Jahr
Die Rechnung ist vereinfacht und unverbindlich. Das Ergebnis hängt von Dach, Verbrauch und Strompreis ab. Ihre exakten Werte ermitteln wir mit einer Simulation für Ihr Haus.
Ergebnis
bis zu 35 %
geringere Stromkosten pro Jahr, ohne Speicher
bis zu 70 %
geringere Stromkosten pro Jahr, mit 7-kWh-Speicher
Lebensdauer
Tausende Ladezyklen
Im Rechenbeispiel nimmt der Speicher pro Jahr rund 1.575 kWh Solarstrom auf. Das ergibt etwa 225 Vollzyklen, und moderne LFP-Zellen sind auf ein Vielfaches davon ausgelegt.
Vollzyklen
Ein Vollzyklus umfasst eine vollständige Ladung und Entladung. Im Einfamilienhaus fallen pro Jahr rund 200 bis 250 an, mit Wärmepumpe oder Wallbox 250 bis 320.
Zellchemie LFP
Standard sind heute Zellen aus Lithium-Eisenphosphat, abgekürzt LFP. Sie erreichen 6.000 bis 10.000 Vollzyklen und zählen zu den sichersten und langlebigsten Zelltypen.
Lange Laufzeit
Ein kühler Standort wie Keller oder Hauswirtschaftsraum und ein intelligentes Lademanagement verlängern die Lebensdauer. Beides berücksichtigen wir schon in der Planung.
Lange Garantien
Die Hersteller gewähren auf ihre Speicher Garantien über viele Jahre. Wir wählen Modelle mit guten Konditionen und erläutern Ihnen genau, welche Leistungen abgedeckt sind.
Gut zu wissen
Weniger abhängig vom Strompreis
Mit einem Speicher sind Sie steigenden Strompreisen weniger ausgesetzt. Anstatt Solarstrom für derzeit bis zu 7,7 Cent einzuspeisen, verbrauchen Sie ihn selbst und sparen Netzstrom, der oft über 35 Cent je kWh kostet.
Eine 8-kWp-Anlage mit 8-kWh-Speicher erreicht bis zu 70 Prozent Eigenverbrauch. Sollte die Einspeisevergütung für neue Anlagen ab 2027 entfallen, wie es der Gesetzentwurf vorsieht, wird jede selbst verbrauchte Kilowattstunde noch wertvoller. In der Regel hat sich ein Speicher lange vor Ende seiner Lebensdauer bezahlt gemacht.
Börsenstrom nutzen
Speicher plus dynamischer Tarif
Bei einem dynamischen Stromtarif folgt der Preis im Tagesverlauf der Strombörse. Ihr Speicher kann dann zusätzlich Netzstrom aufnehmen, wenn er besonders günstig ist, und ihn abgeben, wenn die Preise steigen. Das senkt Ihre Stromkosten weiter.
Unser Partner dafür ist SpotmyEnergy. Smart Meter, also ein digitaler Zähler mit Datenverbindung, Energiemanager und dynamischer Tarif arbeiten als ein System. Eine KI-gestützte Steuerung lädt Speicher und E-Auto zu günstigen Börsenzeiten und bezieht zeitvariable Netzentgelte mit ein.

Sicher versorgt
Notstrom und Ersatzstrom
Mit geeigneter Ausstattung versorgt Ihr Speicher das Haus auch während eines Netzausfalls. Die Technik dahinter erklärt unser Ratgeber Notstrom und Ersatzstrom.
Das richtige Modell
Zahlreiche Speicher lassen sich mit Notstrom- oder Ersatzstromfunktion ausstatten. Wir wählen das Modell, das zu Ihrem Haus passt.
Notstrom
Bei Netzausfall versorgt eine separate Steckdose einzelne Geräte wie Kühlschrank oder Router.
Ersatzstrom
Fällt das Netz aus, bleibt Ihr Hausnetz in Betrieb und die wichtigsten Verbraucher laufen weiter.
Früh einplanen
Sprechen Sie das Thema im Erstgespräch an. Dann berücksichtigen wir die Funktion von Beginn an bei Technik und Verkabelung.
Unser Vorgehen
Fünf Schritte zum Speicher
Die Größe jedes Stromspeichers leiten wir aus Ihrer persönlichen Simulation ab, die Faustformel ist nur der Ausgangspunkt.
01
Lastprofil
Wir analysieren Ihr Verbrauchsprofil und beziehen geplante Anschaffungen wie E-Auto, Wärmepumpe oder einen dynamischen Tarif mit ein.
02
Simulation
Für Ihr Haus berechnen wir Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit. Das Einsparpotenzial erhalten Sie als schriftlichen Bericht.
03
Abgestimmte Technik
Wechselrichter, Speicher und Energiemanager werden aufeinander abgestimmt. Ein Hybridwechselrichter bedient Module und Speicher mit einem einzigen Gerät.
04
Montage
Festangestellte Monteure und Elektriker der PV Energy Group installieren das System und nehmen den Speicher in Betrieb.
05
Monitoring
Ladestand, Erzeugung und Eigenverbrauch verfolgen Sie live in der App. Je nach Paket überwachen wir Ihre Anlage zusätzlich per Fernzugriff.
Häufige Fragen
Fragen zum Speicher
Weiterlesen
Passende Themen
Welche Kapazität passt zu Ihnen?
Wir ermitteln, welche Speichergröße sich in Ihrem Haushalt rechnet und auf welchen Wert Ihr Eigenverbrauch steigt. Sie erhalten das Ergebnis als schriftlichen Bericht.
